Brandner: Fußballveranstaltungen dürfen nicht einseitig politisieren – wir spielen im Bundestagsplenum ja auch nicht Fußball

Mannschaftskapitän Manuel Neuer hat gestern in einer Pressekonferenz angekündigt, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft heute Abend vor Beginn der Partie gegen England gemeinsam mit den Spielern der englischen Nationalmannschaft niederknien würde. Damit wolle man ein „Zeichen gegen Rassismus“ setzen. Stephan Brandner, stellvertretender Bundessprecher der AfD, erklärt dazu:

 

„Die Regeln der UEFA sind glasklar und auch richtig: Bei Wettbewerbsspielen dürfen politische Botschaften weder durch Gesten, Bilder, Worte noch durch andere Mittel verbreitet werden – aus gutem Grund. Denn politische Botschaften verkehren das Verbindende des Fußballs in sein Gegenteil. Ein Millionenpublikum, das einem Europameisterschaftsspiel beiwohnt, besteht aus lauter Individuen, die keineswegs alle dieselben weltanschaulichen, religiösen oder politischen Überzeugungen haben. Senden einzelne Spieler oder ganze Mannschaften eine politische Botschaft aus, drängen sie damit also einer Vielzahl von Fußballfans, die anderer Auffassung sind, die eigene auf. Das spaltet, statt zu verbinden. Genau deshalb haben politische Botschaften im Fußball nichts verloren. Daran ändert auch nichts, wenn man eine Botschaft persönlich für noch so richtig, wichtig oder moralisch überlegen hält. Denn ob sie das tatsächlich ist, liegt stets allein im Auge des Betrachters. Also: Schuster bleib bei deinen Leisten. Wir spielen im Bundestagsplenum ja auch nicht Fußball, dort ist der Ort für die politische Debatte.“

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